(Gedenkstättenrundbrief 109,S. 18-22): Wie jede andere Forschungsanstrengung, die sich um empirische Solidität, inhaltliche Tiefe und öffentliche Breitenwirkung bemüht, bedarf auch die Beschäftigung mit dem Holocaust stabiler Strukturen in Gestalt institutioneller und materieller Verankerung. Das United States Holocaust Memorial Museum (USHMM) als nationale Bildungs- und Erinnerungsstätte in den USA begann bereits Jahre vor der Fertigstellung des Museumsgebäudes an der Mall in Washington DC und der Eröffnung seiner Dauerausstellung am 22. April 1993 damit, Dokumente, Fotografien, Überlebendenaussagen und andere Zeugnisse zur Geschichte des Holocaust zu sammeln. Das Archiv des USHMM verfügt mittlerweile über eine umfangreiche Sammlung unterschiedlichster Quellen, die in rund 40 Staaten gesammelt wurden und – zumeist in Form von Mikrofilmkopien – nach Maßgabe der geltenden Benutzerbestimmungen der interessierten Öffentlichkeit zugänglich sind. Museumsarchitektur und Ausstellungskonzept haben dem USHMM schon früh internationale Anerkennung verschafft. Angesichts der Fülle und Qualität des gesammelten Materials sowie des steigenden Interesses, das Wissenschaftler aller Fachrichtungen und Qualifikationsstufen den vom Museum angebotenen Möglichkeiten entgegenbringen, dürfen aber auch Archiv und Forschungsabteilung des USHMM beanspruchen, zu den weltweit führenden Einrichtungen ihrer Art zu gehören.1
Aus europäischer Perspektive erklärt sich nicht immer von selbst, zu welchem Zweck und nach welchen Kriterien das USHMM Holocaust-relevante Quellen auswählt, wie diese Quellen in Washington genutzt werden und welche Vorteile eine Zusammenarbeit mit dem USHMM den betreffenden Archiven und anderen Institutionen, aus denen das gesammelte Material stammt, bieten kann. Mit diesen Fragen beschäftigt sich der vorliegende Beitrag. Da hier schon aus Platzgründen keine allumfassenden Antworten vorgestellt werden können, versteht er sich auch als Anregung an die Adresse kooperationsinteressierter Einrichtungen oder Einzelpersonen, im direkten Kontakt mit den Autoren Möglichkeiten für eine beiderseits vorteilhafte, tragfähige und dauerhafte Zusammenarbeit zu diskutieren.2 Gerade angesichts der relativ kurzen Zeit, in der das USHMM bisher in Deutschland in größerem Umfang aktiv ist, sind wir an einer solchen Diskussion interessiert. Wenngleich der Fokus des hier Vorgestellten auf dem Aspekt Archivakquisition liegt, ermöglicht die Bandbreite der Aktivitäten des USHMM zahlreiche Kooperationsprojekte mit anderer Schwerpunktsetzung, etwa in Form von Seminaren, Konferenzen oder Forschungsstipendien. Zur Identifizierung solcher Projekte in Deutschland ist das USHMM auf die Hilfe von Institutionen angewiesen, die – wie Archive, Gedenkstätten, Stiftungen und Forschungseinrichtungen zur Geschichte des NS und des Holocaust – über die notwendige Erfahrung vor Ort verfügen. Statt um Konkurrenz mit bestehenden Einrichtungen geht es uns darum, die Zusammenarbeit mit all jenen Institutionen – ob etabliert oder »newcomer«, groß oder klein, West oder Ost, lokal, bundesweit oder international ausgerichtet – zu suchen, die an wegweisenden, realistischen und ergebnisorientierten Zukunftsprojekten mitwirken wollen.
I. Ziele und Grundsätze • Geschichte des USHMM Akquisitionsprogramms: Anlass für die Sammeltätigkeit des USHMM war zunächst, dass sich mit der Öffnung osteuropäischer Archive einzigartige Möglichkeiten ergaben, bislang unbekanntes und über weite Strecken unerschlossenes Quellenmaterial der westlichen Forschung zugänglich zu machen. Seit Ende der 1980er Jahre konnte vom Museum, zumeist in Absprache mit Yad Vashem und unter Mitarbeit von Experten wie Raul Hilberg, Randolph Braham oder Dieter Pohl, umfangreiches Material in einer Vielzahl ost- und südosteuropäischer Archive identifiziert und verfilmt werden. Bestände aus rumänischen, polnischen und ehemals sowjetischen Zentral- und Regionalarchiven – als bekanntestem dem ehemaligen »Sonderarchiv« (jetzt »Zentrum für die Aufbewahrung historisch-dokumentarischer Sammlungen«, ZAHDS) in Moskau mit seinen zahlreichen deutschen Beuteakten – fanden zuerst den Weg ins USHMM-Archiv. Hinzu kamen seit Mitte der 1990er Jahre Sammlungen aus Westeuropa (u.a. Frankreich, Italien, Niederlande, Skandinavien). Diese geographische Schwerpunktverlagerung resultierte auch aus der Erkenntnis, dass Holocaust-relevante Akten nicht nur in Osteuropa dem physischen Verfall preisgegeben und dem Forscher aufgrund fehlender Inventare oder Findhilfen oft unzugänglich sind. Mittels Bestandssicherung durch Mikroverfilmung und Hilfen bei der Erschliessung konnten wir hier in einigen Fällen bereits Abhilfe schaffen. In Deutschland wurden vom USHMM bisher primär Quellen aus dem Bundesarchiv (Lichterfelde, Dahlwitz-Hoppegarten, Koblenz) sowie aus jüdischen Gemeinden, Museen und Archiven akquiriert. Geplant ist eine Ausweitung der Arbeit auf ausgewählte Staats-, Kirchen- und Wirtschaftsarchive sowie auf die Archive von Gedenkstätten, sofern deren Bestände für uns relevant sind.
Kriterien der Holocaust-Relevanz: Das Kriterium der Holocaust-Relevanz lässt sich pauschal nur ansatzweise umreißen. Als »harter Kern« gelten Originalquellen aus dem Zeitraum 1933 bis 1945 mit Informationsgehalt über das Schicksal von Personengruppen, Institutionen und Individuen, die das NS-Regime zu seinen »Gegnern« rechnete (Juden, »Mischlinge«, »Zigeuner«, Zeugen Jehovas, Homosexuelle). Um diesen Kern gruppieren sich Materialien, die entweder zeitlich dem »Dritten Reich« vorausgehen bzw. nachfolgen, aber in der Kontinuität der NS-Herrschaft liegen oder auf diese Herrschaft Bezug nehmen (z.B. Akten zu »Displaced Persons« und zur juristischen Aufarbeitung von NS-Verbrechen nach 1945 oder zur Diskriminierung von Zigeunern vor 1933), andere Opfergruppen umfassen (politisch Verfolgte, sowjetische Kriegsgefangene, vom »Partisanenkampf« und anderen Terrormaßnahmen betroffene Zivilbevölkerung in den deutsch besetzten Regionen Europas) oder die Verfolgungspolitik anderer, mit Deutschland verbündeter oder von ihm nicht direkt kontrollierter Länder (Rumänien, Ungarn, Slowakei, Kroatien, Italien, Bulgarien) beleuchten. Bei dieser zweiten, wesentlich umfangreicheren Quellenkategorie muss noch stärker als im Falle des »Kernmaterials« von Fall zu Fall entschieden werden, ob sie als relevant gelten kann und Umfang, Kohärenz, Schutzfristen u.a. Kriterien eine Mikroverfilmung zweckmäßig erscheinen lassen.
Zusammenarbeit mit und Unterschiede zu Yad Vashem: Zwischen der nationalen israelischen Gedenkstätte Yad Vashem und dem USHMM bestehen seit dessen Gründung vielfältige Beziehungen, auf dem Gebiet der Archivakquisition in Gestalt von Kooperationsabsprachen und dem Austausch von Material. Trotz ihrer ähnlichen Aufgabenstellung gehen beide Institutionen in der praktischen Arbeit unterschiedlich vor. So sammelt das Museum keine isolierten Einzeldokumente; wir kopieren als kleinste Archiveinheit grundsätzlich ganze Aktenbände, um den Originalbestand möglichst umfassend abzubilden und dem Benutzer bei der Auswertung den nötigen Kontext zu bieten. Von diesem Grundsatz wird nur in seltenen Ausnahmefällen abgewichen, etwa wenn (wie bisweilen in der Bundesarchiv-Aussenstelle Dahlwitz-Hoppegarten) die Akten erkennbar nach willkürlichen Kriterien ohne Rücksicht auf Provenienz oder Inhalt zusammengestellt wurden. Darüber hinaus unterscheidet sich das Akquisitionsprogramm des Museums von den Anstrengungen Yad Vashems dadurch, dass für uns Nachkriegs- und personenbezogene Akten (z.B. zu Vermögensfragen oder »Wiedergutmachung«) mit Blick auf die Datenschutzproblematik wie auch auf das meist unausgewogene Verhältnis zwischen Quantität und Qualität, materiellem Aufwand und wissenschaftlichem Potential in der Regel nicht erfasst werden. Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit liegt eindeutig auf dem »harten Kern« von Sachakten aus der Zeit 1933 bis 1945, ihrer Identifizierung, Erschliessung und Bestandserhaltung.
Ziele des USHMM Akquisitionsprogramms: Wenngleich Vollständigkeit angesichts der Fülle des Quellenmaterials, des Kostenaspekts und der (im konkreten Fall zumeist lösbaren) datenschutzrechtlichen Problematik weder möglich noch angestrebt ist, liegt dem Akquisitionsprogramm des Museums das Bemühen um umfassende Kontextualisierung Holocaust-relevanter Akten zugrunde. Statt sich an der jeweils vorherrschenden Interessenlage von Forschern und Öffentlichkeit zu orientieren oder Einzelakten zu isolierten Themenaspekten zu sammeln, geht es dem USHMM darum, mit seinem Archiv eine tragfähige Basis für zukünftige Projekte in den Bereichen Wissenschaft, Erinnerung und Öffentlichkeitsarbeit zu schaffen. Die vom Museum verfolgte Intention, die Zielgruppen, Ausformungen, Stufen und Konsequenzen der Verfolgung möglichst breit zu behandeln, spiegelt sich in den Beständen des USHMM-Archivs, das neben Mikrofilm- und anderen Kopien auch umfangreiche Originalüberlieferungen in Gestalt von Nachlässen (z.B. Robert M.W. Kempner oder Benjamin Ferencz), Überlebendenaussagen und Fotosammlungen enthält, wobei nicht alle akquirierten Beständen bisher katalogisiert oder auf der website des Museums auch online ausgewiesen werden konnten. Die wachsende Zahl europäischer Forscher, die das USHMM-Archiv besuchen, und die lange Liste von Institutionen, mit denen Kooperationsabsprachen bestehen, zeigt, dass dieses Angebot immer stärker auch ausserhalb der USA angenommen wird.
II. Akquisition und Nutzung • Vorgehensweisen; formale Grundlagen: In Absprache mit dem Ursprungsarchiv geht das USHMM üblicherweise wie folgt vor: zuerst werden aufgrund von Inventaren und Hinweisen der Archivare potentiell relevante Bestände identifiziert, um sie dann anhand von Findhilfsmitteln, ggf. auch mittels Aktendurchsicht, eingehender nach den erwähnten Kriterien zu untersuchen. Sofern unerschlossene Bestände Holocaust-Relevanz erkennen lassen, kann das USHMM bei der Verzeichnung helfen. Dies geschieht z.Z. im Bundesarchiv (»Stasi-Archiv« in Dahlwitz Hoppegarten) und im Landesarchiv Berlin (Bestand Rep. 58: Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht Berlin), wo wir auf der Basis einer gemeinsam mit den beiden Archiven entwickelten Datenbank die Bestände erschliessen, sowie in zahlreichen Archiven jüdischer Gemeinden in Deutschland und Österreich. Formale Grundlage der Zusammenarbeit mit den jeweiligen Archiven sind schriftliche Kooperationsübereinkommen, die sich an den rechtlichen Rahmenbedingungen der Partnerinstitutionen sowie ihren konkreten Interessen orientieren und die Modalitäten der Verfilmung und Weitergabe durch das USHMM regeln. Sofern die Benutzung der Akten in den Ursprungsarchiven Restriktionsbestimmungen unterliegt (Sperrfristen, Anonymisierungsvorschriften, Kopierbeschränkungen), können diese als Teil des Übereinkommens vom USHMM übernommen und an Archivbesucher in Washington (etwa in Form von Verpflichtungserklärungen zur Einhaltung archiv- und datenschutzrechtlicher Bestimmungen des Ursprungslandes) weitergegeben werden. Um einer Verwischung der Provenienzen vorzubeugen, weist das USHMM-Archiv seine Benutzer auf die Herkunft (Archiv, Signatur) des Materials hin und verpflichtet sie im Rahmen seiner »user regulations«, diese Informationen zusammen mit der USHMM-Signatur bei Veröffentlichungen zu nennen.
Konservierung gefährdeter Bestände: Der konservatorische Wert des Akquisitionsprogramms liegt angesichts der Tatsache, dass viele der verfilmten Dokumente vom physischen Verfall bedroht sind, auf der Hand. Den Archiven, in denen wir arbeiten, bieten wir eine kostenlose Kopie des von uns verfilmten Materials an. Soweit dies die Absprachen mit den Ursprungsarchiven zulassen, bemühen wir uns, geschlossene Aktenüberlieferungen in Gänze zu mikroverfilmen (z.B. die Bestände der Zentralbauleitung Auschwitz und des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens aus dem ZAHDS oder die Akten des Lety »Zigeunerlagers« aus dem Zentralen Staatsarchiv Prag). Generell gilt, dass eine Reproduktion vom USHMM für umso sinnvoller gehalten wird, je mehr das Material Aufschlüsse über Verfolgungsmaßnahmen von der Planungs- bis zur Alltagsebene gibt, je geschlossener es überliefert ist, je »gefährdeter« es in Bezug auf physische Erhaltung und Zugänglichkeit im Ursprungsarchiv scheint und je besser es sich in bereits akquirierte Bestände am USHMM einpasst.
Stärken des USHMM-Archivs: Zu den thematischen Stärken des USHMM-Archivs gehört seine umfangreiche, aus verschiedenen Quellarchiven zusammengetragene Sammlung von Akten zur Geschichte des Reichssicherheitshauptamts und seiner Teilinstanzen, insbesondere des SD. Dokumente aus dem ehemaligen »Sonderarchiv« Moskau, dem Bundesarchiv und dem Archiv des Warschauer Instituts des Nationalen Gedenkens bieten dem Forscher einen einmaligen, in dieser Breite sonst nirgendwo verfügbaren Fundus zu diesem Teil des NS-Apparats, der durch weitere Erwerbungen ständig wächst. Ergänzt wird dieses Material durch Akten anderer Polizei- und SS-Dienststellen aus dem Reich und den deutsch besetzten Gebieten in ganz Europa bis hinunter auf die lokale Ebene, wie sie sich in zahlreichen USHMM-Beständen finden lassen. Eine umfassende Auswertung dieser und anderer Bestände steht noch aus. Das Museum beabsichtigt, hierzu über sein Fellowship- und Forschungsprogramm hinaus mittels eines langfristigen Quelleneditionsprojekts wesentlich beizutragen. Der Nutzwert der Washingtoner Sammlung ist bei Experten unumstritten und läßt sich schon daran ablesen, dass nahezu alle einschlägigen neueren Publikationen zur Geschichte des Holocaust auf Dokumente oder Fotos aus dem USHMM-Archiv rekurrieren.
III. Formen und Vorteile einer Zusammenarbeit mit dem USHMM • Formen der Kooperation: In kaum einem anderen Programmbereich ist das Museum so stark auf die Unterstützung von außen angewiesen wie bei der Archivakquisition. Das gilt naturgemäß zuallererst für die Quellarchive selbst, ohne deren Hilfestellung und Expertise sich relevantes Material weder identifizieren noch als Kopie nach Washington transferieren ließe. Umfang und Qualität des USHMM-Archivbestands ist mithin im wesentlichen Resultat und Indikator der Bereitschaft einer Vielzahl europäischer Archive, mit dem Museum zusammenzuarbeiten. Dass angesichts der spezifischen, im Vergleich zum »normalen« Archivbenutzer ungewöhnlichen Aufgabenstellung des Museums im Vorfeld einer Kooperation oft eine Vielzahl von Fragen geklärt, nicht selten auch Missverständnisse und Zweifel ausgeräumt werden müssen, kann kaum überraschen. Bisher ist es jedoch bei gegenseitigem Interesse auch unter den schwierigsten Rahmenbedingungen gelungen, eine solide Basis für beiderseits zufriedenstellende und ertragreiche Zusammenarbeit zu schaffen. Welche Form eine solche Zusammenarbeit im Einzelfall annimmt, richtet sich nach den Präferenzen der Beteiligten; die schon erwähnten vom USHMM geförderten Erschliessungsprojekte im Bundesarchiv und Landesarchiv Berlin können hier als Beispiel dienen. Für das USHMM sind Qualität und Ergiebigkeit des jeweiligen Archivbestands zentrale Entscheidungskriterien für die Kooperation, während es den Quellarchiven über ihre Zwecksetzung als bestandssichernde und -verwaltende Institutionen hinaus oft darum geht, die Grundlagen historischer Forschung zu verbreitern. Die Schnittmenge der Interessen beider Beteiligten ist somit groß genug, um gemeinsam Parameter und Modalitäten einer zweckentsprechenden Zusammenarbeit festlegen zu können.
Vorteile für unsere Kooperationspartner: Für die jeweiligen Institutionen gibt es über die Bestandserhaltung mittels Microverfilmung und sachthematische Aufarbeitung hinaus noch andere Vorteile einer Zusammenarbeit mit dem USHMM. Die bisherige Erfahrung hat gezeigt, dass den Ursprungsarchiven die Verfügbarkeit von Teilen ihres Materials in Washington nicht etwa Besucher entzieht, sondern im Gegenteil größere internationale Sichtbarkeit verschafft. Das Museum versucht diese Werbewirkung im Interesse der Forschungsförderung wie auch der weiteren Zusammenarbeit mit auswärtigen Institutionen über seine Webseite u.a. Programme nach Kräften zu fördern. Dazu ist es uns wichtig, über die Interessen, Erfahrungen und Erwartungen unserer Partner möglichst umfassend informiert zu sein.
1 Einen kurzen Abriss der Entstehung und Zielsetzung des USHMM bietet der Beitrag »Dialog mit der Demokratie« in: Burkhard Asmuss (Hg.), Holocaust. Der nationalsozialistische Völkermord und die Motive seiner Erinnerung (Katalog zur gleichnamigen Ausstellung des Deutschen Historischen Museums), Berlin 2002, S. 345-356. Detailliert zur Entstehungsgeschichte Edward T. Linenthal, Preserving Memory: The Struggle to Create America’s Holocaust Museum, New York 1995; zum breiteren Kontext Peter Novick, The Holocaust in American Life, Boston, New York 1999. Informationen zu den Archivbeständen des USHMM (Dokumente, Oral History-Sammlungen, Fotos) sind der Webseite des Museums zu entnehmen (www.ushmm.org). Weitergehende Anfragen beantwortet der Reference Archivist unter 001-202-488 6118 oder archives@ushmm.org.
2 Die Autoren sind Mitarbeiter der International Archival Programs Division des Center for Advanced Holocaust Studies am USHMM und leiten dessen Projekte in verschiedenen Ländern Europas. Jürgen Matthäus ist in Berlin ansässig und unter jmatthaus@ushmm.org, Klaus Müller in Amsterdam unter kmueller@ushmm.org zu erreichen.